Most Important, 2008, Kapstadt

most important“ ist als audiovisuelle Installation angelegt. Wie kann ein einfacher Wegwerfkugelschreiber zum Ausgangspunkt für Erfolg und Lebensfreude werden? Welchen Stellenwert hat Tradition bei den jungen Leuten im Süden Afrikas? Viele Dinge, die für uns ganz normal sind, die wir ohne auch nur einmal darüber nachzudenken täglich nutzen, sind für sehr viele Menschen Ziele, für die es sich zu kämpfen lohnt. „most important“ stellt die Frage nach den wichtigen Dingen des Lebens an arme, südafrikanische Menschen. Welche Antworten bekämen wir wohl hier auf diese Frage?

 

Best Suits, 2006, Kapstadt

Die Serie „best suits“, Sonntagskleidung, beschäftigt sich mit der Rolle der Kleidung in einem Umfeld, das von Armut und Kriminalität geprägt ist, in dem nicht jeder Mensch automatisch Zugang zu Wasser und Strom hat. Welche Rolle spielen hier Marken? Die Bilder zeigen wie unterschiedlich jeder einzelne den Begriff „Sonntagskleidung“ interpretiert. Doch eines ist klar: Einmal in Sonntagskleidung bleibt keiner die Person, die sie eben noch war.

 

Hide, 2011, Kapstadt

Verstecken oder lieber ins Rampenlicht treten? In „hide!“ haben sich acht Protagonisten für eine dieser beiden Positionen entschieden. Sie brachten Gegenstände mit ans Fotoset, die sie entweder noch prominenter erscheinen ließen, oder aber welche, hinter denen sie sich verstecken konnten.

 

I always wanted to be a model, 2010, Kapstadt

In den Townships rund um Kapstadt leben weit über 2 Millionen Menschen. Sie müssen jeden Tag aufs Neue in einem gefährlichen und teils feindlichen Umfeld für ihr Auskommen sorgen. Welche Träume haben diese Menschen? Was passiert, wenn sie die Gelegenheit bekommen, in eine andere als die gelernte und täglich zementierte Rolle zu schlüpfen? Zum Beispiel in die eines Models. In „I always wanted to be a model“ hatten acht junge Männer Gelegenheit, sich selbst - abseits des täglichen Kampfes auf der Straße - darzustellen und zu inszenieren. Als Models trugen sie Designerkleidung aus weggeworfenen und von Designstudenten wieder aufbereiteten Materialien.